
Das Newcomer Festival in Heidelberg am 9. Mai 1998. Ein ultimativer Auftritt ! Aufgrund der Tatsache, daß am selben Abend das Grand Prix - Festival im Fernsehen ausgestrahlt wurde und es zur Zeit auch unter jungen Menschen voll im Trend lag, dieses zu verfolgen, fanden nur wenige Gäste den Weg in den Konzertsaal. In der Ecke lauerten ein paar besoffene Punks (die den Auftritt übrigens gut fanden, auch nachdem Robby sie mit trockenem Brot beworfen hatte), und ein paar der Sozialarbeiter, die dieses Konzert für die Jugend organisierten, waren pflichtgemäß anwesend.
Am selben Abend spielten noch folgende Bands: Lazuli, Ashes & Lies, R - Type M. Eu - Kahl, Ape & Mc Renegade, The Future Subjunkies.

Es war an einem regnerischen Tag in Speyer. Stephan und Robby posieren vor einer Errungenschaft moderner Zivilisation. Die Hüte weisen Robby und Stephan als Männer von Welt aus und symbolisieren zugleich Stolz.

Das erste offizielle Konzert der G. o. H. am 25. April 1997 im Juz Mannheim. Beinahe hätten wir es geschafft diesen Scheißladen in Brand zu setzen. Eine dieser Möchtegern Punkbands, die nach uns spielen sollte, regte sich über unseren Dreck auf, den wir auf der Bühne hinterließen (Reis, Duplos und Ölpfützen). Der “tolle”, “alternative” Gitarrist dieser Punkband rutschte dann auch noch bei Showeinlagen während seines
Auftrittes auf unseren Ölspuren aus (Ha, Ha, Ha .. !!!). Zu erwähnen sei hier noch, daß unser Auftritt wieder ein paar der Punkfans, die vor dem Saal auf den Auftritt “ihrer” Band harrten und den schönen Frühlingabend genossen, derart erschracken, daß sie diskret die Fenster des Raumes schlossen, um nicht durch unserem Lärm in ihrer Punkidylle draußen vor dem Tore, gestört zu werden. An diesem Abend haben wir bewiesen, daß es noch schlimmer, als Punk erlaubt, geht.
Im Laufe des Konzerts in Mannheim (25.4.97) veranstalteten wir eine Tombola zugunsten der hungerten Kinder in Kenia. Martina (mit dem Rücken zum Betrachter) erhält, als erster nicht-schwule Transvestit Mannheims und als Frauenbeauftragte des Lesbenreferats der Uni Mannheim, den ersten Preis: Es war eine goldene Unterhose, handsigniert von Greta Garbo.

Jetzt kommen wir zum legendären Konzert in Speyer am 26. April 1998. Der größte Erfolg in userer Karriere. (ca. 500 zahlende Gäste). Die G. o. H. verteidigte stolz ihren letzten Platz bei diesem Wettbewerb, gegenüber dem Abschaum, was die Speyrer “Kulturszene” zu bieten hatte. Robby wurde gesponsort von einem französischen Modedesigner. Er trägt hier das Modell “Charlotte”.
Life in Heidelberg. Es ist das einzigste Foto, das alle Gesellschafter und Ex-Gesellschaftler zeigt.

Dumme Partyfotos gibt es wohl so viel, wie Scheiße im Abwasserkanal. Das ist eines von ihnen. Mein Gott, waren wir da lustig und besoffen. Ist doch alles voll echt witzig und cool, oder ? Voll cool ! Voll cool !

Nico bewirft die tobende Menge in Speyer mit ungekochten Nudeln. Wir protestierten damit betroffen gegen den Hunger in der dritten Welt.

Den Göttern mußten wir hier ein Opfer darbringen. Als Opferlamm wählten wir Robby, der dann auch eine Minute später auf dem Tisch im Vordergrund rituell den Göttern geopfert wurde. Christophe und Rolland murmelten dabei unverständliche satanische Verse und reinigten Robbys Haut mit heißem Kerzenwachs.

Mit lustigen Handpuppen boten wir dem Publikum ein futuristisches Theaterstück. Als Kulisse diente ein Tisch.


Jedes Foto erzählt eine Geschichte. Es ist eine Momentaufnahme und dokumentiert den Prozeß der Veralterung unserer Gesellschaft.